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Kristin Oberhauser, Großhausener Straße 16, Ortsteil Walchshofen, D-86551 Aichach, Tel: 0049 (0)8251 871775, Fax: 0049 (0)8251 50551, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Web: www.hasenhirsch.com

Wolpertinger

Alle Rechte vorbehalten © Reinhold Leinfelder [Quelle: http://www.palaeo.de/special/wolpi/wolpi_d.html]

Was hat nun der Hasenhirsch mit dem legendären Wolpertinger zu tun? Der Paläontologe Prof.Dr.Reinhold Leinfelder hält den Hasenhirsch für den Vorläufer des heute noch in Bayern ansässigen Mischwesens:

"Endlich - Biologie und Evolution der Wolpertinger enträtselt!?! Es ging durch die Presse, aber die volle Wahrheit erfahren Sie nur bei uns!! Viele haben von ihm gehört, aber nur wenigen war es bisher vergönnt, ihn selbst zu sehen: Den Wolpertinger, diese seltene, in den Bayerischen Alpen - vielleicht auch noch in Tirol - beheimatete, vom Aussterben bedrohte, wunderbare Tierart. Der Wolpertinger ist eine zoologische Sensation. Hat er doch Merkmale von Nagetieren, Huftieren und Vögeln in sich vereint.

Wolpertinger in Bewegung [animierte Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Viele Forscher dachten bisher, es handle sich um eine nicht lange überlebensfähige Laune der Evolution oder mit anderen Worten, eine zum Scheitern verurteilte Mutation, die vielleicht erst vor wenigen 100 Jahren entstanden ist und bald wieder vom Erdboden verschwunden sein wird. Letzteres mag stimmen. Touristenherden in nächtlicher Pirsch auf dieses scheue Tier mögen die letzten Rückzugsgebiete des Wolpertingus bajuvarensis vernichten, ein instabiles zufälliges Mutationsprodukt ist er jedoch sicher nicht. Bayerische Paläontologenkollegen aus München haben nach jahrzentelangen Ausgrabungen nun die direkten Vorfahren des Wolpertingers in 16 Millionen Jahre alten bayerischen Gesteinsschichten entdeckt. Der Wolpertinger kann also auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurückweisen. Viele Fragmente wurden nicht gefunden, aber charakteristische Teile, wie das Geweih des Hasenhirsches erlauben genaue Rekonstruktionen des Urahns unseres Wolpertingers. So sah er aus:

Hasenhirsch [Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Das Stuttgarter Institut für Geologie und Paläontologie hat deshalb keinen Forschungsaufwand gescheut, die Ergebnisse der Münchner Kollegen zu untermauern und modellierte die Ahnenreihe zwischen Hasenhirsch und dem heutigen Wolpertinger nach streng wissenschaftlichen Maßstäben. Sehen Sie selbst:

Evolution des Wolpertingers [animierte Grafik: Reinhold Leinfelder]

Zwischen Hasenhirsch und Wolpertinger sind noch mehrere Übergangsformen anzunehmen. Es bleibt aber zukünftigen Ausgrabungen vorenthalten, diese Formen noch aufzufinden.

Der Wolpertinger kann auf eine lange Evolutionsgeschichte zurückblicken und hat sich zunehmend besser an eine spezielle ökologische Nische in der Bergwelt angepaßt. Auch wenn er in seiner natürlichen Umgebung bisher nur selten beobachtet wurde, legen unsere funktionsmorphologischen Analysen folgendes Verhalten nahe:

Nagezähne zur Ernährung durch harte Alpenpflanzen wie Edelweiß, Silberdistel oder bayerischem Bergrettich [Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Hornartiges Geweih zur Verteidigung vor aufdringlichen Bergvögeln auf Partnersuche [Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Oachkatzlschwoaf zur Wärmeisolation im Winter [Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Verkürzte Vorderbeine zum leichteren Erklimmen von Bergen [Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Häute zwischen den Zehen der Hinterbeine als Schneeschuhe bei Bergabfahrt auf Schneefeldern [Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Schnabel zu Auftriebserhaltung bei tragunfähigem Pulverschnee [Grafik: Prof.Dr.Reinhold Leinfelder]

Dieses faszinierende, vom Aussterben bedrohte Tier braucht unseren Schutz. Deshalb rufen wir den 29.Februar 1998 zum Internationalen Tag des Wolpertingers aus.

Tja, und gibt es nun Wolpertinger oder nicht? Wer weiß, aber ich könnt' fast drauf schwören, daß ich schon mal einen gesehen habe..."

Der Autor der obigen Entwicklungsgeschichte dankt Prof. Volker Fahlbusch, Dr. Gertrud Rößner und Renate Liebreich für ihren Humor und Dr. Friedrich Pfeil für die Erlaubnis, Bilder aus der Broschüre Hasenhirsch und Hundebär - Chronik der tertiären Fossillagerstääte Sandelzhausen bei Mainburg von Prof.Dr.Volker Fahlbusch und Dr.Renate Liebreich, München 1996 (Verlag Dr. Friedrich Pfeil) zu benutzen.

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